Ich arbeite am allerliebsten mit Wunschkunden. Ich habe das Glück, dass sich wirklich ganz wunderbare Menschen bei mir melden, um mit mir zu arbeiten. Ich habe ein sehr klares Bild von den Menschen im Kopf, mit denen ich gut und gerne arbeite: Sie alle sind Macher und Visionäre. Sie wollen in ihrem Bereich etwas bewegen. Sie sind sehr gut in ihrem Fach. Oder haben den Anspruch es zu werden. In jedem Fall sind sie bereit und motiviert, sich mit sich und ihrem Markt auseinanderzusetzen. Den Status Quo in Frage zu stellen. Die Herausforderungen, mit denen sie auf mich zukommen, sind unterschiedlich. Manchmal will ein Familienunternehmen seine Firma gut für die nächste Genration aufstellen, manchmal will die nächste Generation sich neu aufstellen. Sehr oft wollen Unternehmer ihrer Marke digital positionieren. Solopreneure sind neu auf dem Markt und wollen für sich das Wesentliche und das Wirksame in den übersichtlichen Marketingmaßnahmen finden. Manche sind bereits viele Jahre auf dem Markt und möchten sich neu erfinden.

Was sie neben der Aufgabenstellung zu Wunschkunden macht: Sie sind Menschen. Betrachten ihre Kunden als Menschen. Sie sind wertschätzend und offen. Das macht die Zusammenarbeit so großartig.

Doch auch mit meinen Wunschkunden komme ich in Situationen, die schwierig sind. Das macht die Kunden nicht schwierig. Ich meine, es gibt keine schwierigen Kunden. Ich bin aber in der Vergangenheit schon immer mal wieder an Punkte gekommen, wo ich mit meinem Latein am Ende war. Es gab eine Konstellation im Team, die nicht vorherzusehen war. Es gab eine Begebenheit im Leben meiner Kunden, die sie ausgebremst hat. Das passiert mir auch heute noch etwa einmal im Jahr. Das lässt sich im Vorhinein nicht absehen. Zu Beginn meiner Selbständigkeit habe ich dann sehr unter Selbstzweifeln gelitten. Habe hin und her überlegt. Habe die Lösung bei mir gesucht, nicht beim Kunden. Heute mache ich auch schon mal eine Intervention. Spreche das direkt an. Gerade in besonders verfahrenen Situationen kann das die entscheidende Wende bringen. Nicht immer kommen wir dann zum vorab definierten Ziel, aber doch zu einer zentralen Erkenntnis, zu strategisch wichtigen Entscheidungen, die dann den Weg für weitere Schritte frei machen. Ganz manchmal kommen wir dann auch zu dem Schluss, dass ich an der Stelle nicht die passende Person bin. Da habe ich gelernt loszulassen und Kritik anzunehmen. Konstruktive Kritik ist ja auch eine Form der Wertschätzung der Zusammenarbeit. Wobei Komplimente natürlich viel schöner sind – und zum Glück überwiegen.

Das schönste Kompliment, an das ich mich erinnere war: „Maren, ich liebe dich!“ von einer Kundin, die sehr glücklich über das Ergebnis der Zusammenarbeit und die Art und Weise der Zusammenarbeit war. Schönste Komplimente sammle ich an einem Ort, um sie in schwierigen Situationen immer mal wieder durchzulesen. Das kann ich sehr empfehlen.

Dies ist der 27. von 30 Artikeln, die ich jeden Tag in 10 Minuten ohne abzusetzen schreibe. Die Themen sind Wünsche meiner Leser. Warum ich das tue, kannst du im Artikel „Freischreiben“ nachlesen. Coach Bettina Stackelberg fragte mich für diesen #10minBlog nach meinem schwierigsten und wunderbarsten Kunden ever.  

Was mich freut und nie so geplant war: Wieviele andere sich der #10minBlog Challenge angeschlossen haben. Unter dem Hashtag #10minBlog kannst du auf Twitter alle Artikel finden. 

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