Anita Freitag-Meyer führt in der dritten Generation die Keks- und Waffelbäckerei Hans Freitag und ist eine Social Media Aficionada. Das „Keksblog“ hat 2012 den Preis für das beste Blog des Jahres beim deutschen Onlinekommunikationspreis gewonnen. Ihn zu lesen ist ein Genuss. Es gibt nur wenige Firmenblogs, die so eine persönliche Note haben. Die Begeisterung der Mitarbeiter für ihr Unternehmen springt richtig über! Auch die Kommunikation auf den anderen Social Media Kanälen ist zum Anbeißen. Ein erstes Crowdprodukt, die Likies, erschaffen von Mitarbeitern, Chefin und Fans kommt demnächst auf den Markt. So geht Marketing im Mittelstand!

 

Mit welchen drei Worten würden Sie sich beschreiben?
begeisterungsfähig, entscheidungsfreudig, munter

Was begeistert Sie am allermeisten an Ihrem Business?
Die Vielfältigkeit. Ich darf kreativ sein in der Produktentwicklung und der Verpackungsgestaltung. Ich habe Führungsverantwortung für mein Team, entscheide über Investitionen in technische Anlagen und verkaufe aktiv unsere Produkte an den Handel. Zudem gehört seit 2,5 Jahren der Dialog über Social Media mit unseren Endverbrauchern zu einer meiner großen Leidenschaften. Als Essenz würde ich sagen: ich kann frei und unabhängig gestalten, das ist mein größtes Glück.

Wer oder was inspiriert Sie?
Oh, ganz viel! Ich lese etwa 20 Magazine/Zeitschriften pro Monat. Ich lese eigentlich immer und ganz unterschiedliche Dinge. Mittlerweile tue ich das auch sehr viel mobil auf dem Ipad und entdecke immer wieder tolle neue Blogs, die mich enorm inspirieren.

Aus welchem Fehler haben Sie am meisten gelernt?
Es gibt einen geflügelten Spruch bei uns: „Jeder Mensch braucht seinen Flop“. Ich gehe gelassen mit Fehlern oder Flops um. Einen richtig dicken, gefährlichen Fehler habe ich, glaube ich, noch nicht gemacht, dafür aber sicher viele kleine. Aber das macht nichts, damit kann ich umgehen und in der Nachbetrachtung zum Glück meistens drüber lachen und lernen.

Wer sind Ihre Wunschkunden?
Ich möchte jeden, der eine Tüte Hans Freitag-Kekse kauft, „glücklich“ machen. Ich freue mich über jeden, der einen Euro für eines meiner Produkte ausgibt und dies wieder tut. Wunschkunden habe ich in dem Sinne nicht. Aber grundsätzlich mag ich positive, offene Menschen. Wenn ich mir also einen Wunsch-Einkäufer im Handel backen dürfte, dann wäre das einer, der mit Genuss in einen Keks beißt und nicht nur auf die vierte Stelle hinter dem Komma guckt. Aber davon kenne ich zum Glück einige! 🙂

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Wenn meine Leute über mich sagen: unsere Chefin, die macht das, auf die können wir uns verlassen. Dann bin ich auf dem richtigen Weg. Und natürlich auch, wenn die Zahlen am Ende stimmen und ich bankenunabhängig agieren kann.

Welche Marketingmaßnahme kam oder kommt am besten an?
Wenn wir Keksbloggerinnen 1:1 mit unseren Verbrauchern kommunizieren. Es geht um Kontakte, um Menschen, um Austausch und Dialog. Marketing definiert sich bei uns immer stärker über meine Person. Ich investiere persönlich Zeit, Empathie und echtes Interesse in unsere Kunden, das zahlt sich aus!

Ihr liebstes Social Media Tool?
Unser Blog  und Facebook. Privat Instagram und mein persönliches Blog „Mademoiselle Vendredi“.

Welche Frage sollte sich eine Unternehmerin oder ein Unternehmer mindestens einmal stellen?
Brenne ich für mein Thema und weiß ich alles, was ich wissen muss, um ein Experte auf meinem Gebiet zu sein? Leidenschaft gepaart mit exzellentem Know-How halte ich für das Erfolgsrezept schlechthin.

Wann und wo trinken Sie Ihren Espresso am liebsten?
Nach dem Mittagsessen mit meinem Mann. Wir haben das Glück, jeden Tag zusammen mit den Kindern zuhause essen zu können.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Freitag-Meyer.

 

Nächste Woche geht es weiter mit Business Coach Anja Gerber-Oehlmann.

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