Früher gab es in Schulzeugnissen diese Passage zum Verhalten oder Betragen. Wenn dort stand, das Verhalten verdiente Lob und Anerkennung wusste man schon, so dolle war das nicht. Betragen: 3. Befriedigend. Geht also grad so. Wenn da stand volle oder gar vollste Anerkennung, dann war das top.

Heute graust es mich geradezu, wenn ich mich daran erinnere. Dieses Streben nach Gefallen wollen, das Kindern bereits im Grundschulalter eingeimpft wird und sogar mit Noten versehen wird, auch wenn sie verklausuliert daherkommen.

Anerkennen heißt für mich, dass andere anerkennen, dass man ist wie man ist. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Nicht jedes Kind, nicht jeder Erwachsener verhält sich immer so, wie andere es wünschen. Wollen wir das wirklich?

Ich fände es sogar schlimm, wenn sich alle gleich verhielten. Denn dann würde nie etwas Neues entstehen. Ich sehe eine große Kraft in der Vielfalt. Wenn unterschiedliches Verhalten aufeinandertrifft, bedeutet das immer auch, dass unterschiedliches Denken und Fühlen aufeinandertrifft. Wenn ich lerne, die Welt durch die Augen anderer zu sehen, werde ich am Ende mehr sehen als alleine.

Ich selbst komme in bestimmten Situationen an Grenzen, dafür kommt jemand anderes weiter. Auch das ist eine Form der Anerkennung: Seine eigenen Grenzen zu erkennen. Anerkennung ist nicht nur etwas, das von außen kommen muss. Wir können bei uns selbst anfangen.

Aber klar, ich ziehe sehr viel daraus, anerkannt zu werden. Wenn man als Beraterin selbständig ist, ist es wichtig, dass die eigene Expertise anerkannt wird. „Anerkannte Expertin“ zu sein, ist ein wichtiger Teil bei der Vermarktung. Es ist Voraussetzung, dass jemand Empfehlungen ausspricht, was oft der Weg zu neuen Aufträgen ist. Wenn andere sagen, du bist gut, so wie du bist, motiviert das total! Es treibt dich voran. Es ist ein großer Vertrauensbeweis.

Anerkennung ist auch heute noch mein Motor dranzubleiben, ich selbst zu sein. Mich weiterzuentwickeln. Sicher geht es anderen auch so. Ich habe deshalb für die Menschen, mit denen ich zu tun habe, die vollste Anerkennung. Ich hoffe, ich lasse sie das auch genug spüren. Vielleicht sollte ich es mal aufschreiben?

Dies ist der vorletzte von 30 Artikeln, die ich jeden Tag in 10 Minuten ohne abzusetzen schreibe. Die Themen sind Wünsche meiner Leser. Warum ich das tue, kannst du im Artikel „Freischreiben“ nachlesen. Unternehmensberaterin Patricia Moro fragte mich, was Anerkennung für mich bedeutet.

Eine besondere Form der Anerkennung ist es, in der Kategorie Entrepreneurship beim Digital Female Leader Award nominiert zu sein. Bis zum 14. August 2018 kannst du für mich voten https://digital-female-leader.de/bewerberinnen/maren-martschenko/ Besten Dank vorab!

Was mich freut und nie so geplant war: Wieviele andere sich der #10minBlog Challenge angeschlossen haben. Unter dem Hashtag #10minBlog kannst du auf Twitter alle Artikel finden. 

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