10 Fragen an Julia Bösch, Gründerin von Outfittery

Julia Bösch ist Co-Founderin von Outfittery, einem Onlineshop für Herrenmode. Wobei es nicht so sehr ums Shoppen geht, sondern vielmehr ums shoppen Lassen. Die drei Gründer haben eine von diesen Ideen verwirklicht, bei denen man sich fragt: Wieso ist da vorher eigentlich nicht drauf gekommen? Es geht darum, an eine Zielgruppe, die es hasst, für sich einzukaufen, trotzdem etwas zu verkaufen. Bei Outfittery bedeutet das: Erst persönlich beraten, dann verkaufen. Outfittery ist eines der wenigen Start-ups im Onlinebereich in Deutschland, das sehr erfolgreich von Frauen gegründet und geführt. Eigentlich logisch, denn „es liegt einfach in der Natur der Frauen, dass sie Männer gerne anziehen“, meint Julia Bösch.

Mit welchen drei Worten würden Sie sich beschreiben?
Pragmatisch, authentisch, Nachteule

Was begeistert Sie am allermeisten an Ihrem Business?
Die Chance, so viele tolle, unterschiedliche Männer europaweit neu einkleiden zu dürfen  – bislang sind es schon über 200.000. Und wir wollen noch mehr tollen Männern von uns erzählen und sie für uns begeistern. Erst letztens haben wir z.B. Thomas Gottschalk eine Box zum Geburtstag geschenkt. Mal sehen, ob er Kunde wird.

Wer oder was inspiriert Sie?
Das Feedback unserer Kunden! Es ist wahnsinnig toll zu sehen, welche Begeisterung sie uns entgegenbringen. Unsere Stylisten erhalten täglich Post, manchmal sogar Blumen oder Schokolade, von Kunden, die sich dafür bedanken, dass es Outfittery gibt und davon erzählen, was sie mit ihren Outfits erlebt haben. Letztens hat einer unserer Kunden z.B. ein Outfit für Cannes gesucht und hat uns dann Fotos vom roten Teppich geschickt.

Aus welchem Fehler haben Sie am meisten gelernt?
Wir hätten schon früher mehr Leute, die viel Erfahrung mitbringen, dazu holen sollen. Jetzt haben wir ein grandioses Team, ohne das wir mit Outfittery heute nicht da wären, wo wir sind!

Wer sind Ihre Wunschkunden?
An sich jeder Mann, der Lust auf ein neues Outfit hat. Aber ich fände es klasse, wenn noch mehr ältere Herren unseren Service testen würden.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Wenn mir auf der Straße zufällig ein Mann mit Outfittery-Box entgegenkommt oder mir auf einer Party eine Freundin um den Hals fällt und sich dafür bedankt, wie gut wir ihren Freund eingekleidet haben. Es ist einfach toll zu sehen, wie dankbar die Leute sind, dass es unseren Service gibt.

Welche Marketingmaßnahme kam oder kommt am besten an?
Wir haben viele unterschiedliche, tolle Maßnahmen auf verschiedensten Kanälen. Was am besten funktioniert, ist aber die Weiterempfehlung durch unsere Kunden! Jeder Kunde, der einen Freund erfolgreich wirbt, erhält von uns einen Rabattgutschein für seine nächste Box – und der neu geworbene Kunde natürlich auch.

Ihr liebstes Social Media Tool?
WhatsApp

Welche Frage sollte sich eine Unternehmerin oder ein Unternehmer mindestens einmal stellen?
Ob man stets kunden- und serviceorientiert genug denkt. Diese Brille muss man sich gerade als Gründer regelmäßig aufsetzen. Ein Beispiel: Diesen Sommer sind gemusterte Hemden modern. Aber nicht jeder unserer Kunden sucht ein geblümtes Hemd bzw. es gefällt eben auch nicht jedem. Unsere Stylisten müssen solche Feinheiten erkennen und die Männer mit dem einkleiden, was zu ihnen passt und worin sie sich wohl fühlen, nicht unbedingt nach den neuesten Trends.

Wann und wo trinken Sie Ihren Espresso am liebsten?
Auf unserer tollen Dachterrasse im Büro, am späten Vormittag.

Vielen Dank für das Gespräch, Julia Bösch.

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