Stephanie Zankl vom Chiemgauer Startup „enziano“ hat mich in doppelter Hinsicht begeistert als ich sie dieses Jahr beim Tourismuscamp in Eichstätt kennenlernte. Erstens ist sie eine Frau, das hat in der Startup-Szene im Techbereich geradezu Seltenheitswert. Zweitens ist es Hightech made in Bavaria. Eine App von Kletterern für Kletterer kann eben nicht aus Berlin kommen. Drittens ist sie wahnsinnig sympathisch!

 

Mit welchen drei Worten würden Sie sich beschreiben?
zielstrebig, wissbegierig, fröhlich

Was begeistert Sie am allermeisten an Ihrem Business?
Mich begeistert es etwas Innovatives, Neues zu schaffen, etwas voranzubringen und dabei das zu tun, was ich gut kann und mich glücklich macht!

Wer oder was inspiriert Sie?
Total viel eigentlich, zum Beispiel Brainstorming, neue Ideen, inspirierende Vorträge, Menschen, die mir von sich selbst oder ihren Themen erzählen, bei Bergwetter auf einem Gipfel zu stehen 😉

Aus welchem Fehler haben Sie am meisten gelernt?
Ganz am Anfang, als wir begonnen haben enziano zu entwickeln, haben wir einfach mal angefangen das Produkt zu bauen, ohne zukünftige User mal zu fragen, welche Features sie überhaupt brauchen. Als dann die allererste Version stand, haben wir bemerkt, dass manche Teile schlicht nicht angenommen wurden, während andere viel ausführlicher gewünscht wurden.
Dadurch habe ich glücklicherweise sehr früh gelernt, dass man ein Produkt absolut kundennah entwickeln muss. Heute entstehen Features nur noch dann, wenn sie auch wirklich vom Kunden angefragt oder gebraucht werden, sowohl im B2C, als auch im B2B Bereich.

Wer sind Ihre Wunschkunden?
Meine Wunschkunden sind Kunden, die ich durch mein Produkt glücklich machen kann. Aber auch unbedingt die, die tolles Feedback geben, falls mal etwas nicht ganz funktioniert und so entscheidend zur Weiterentwicklung beitragen.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Erfolg ist für mich, wenn man von etwas träumt und man sich diesen Traum dann erfüllt!

Welche Marketingmaßnahme kam oder kommt am besten an?
Etwas langweilige Antwort und eigentlich gar keine so richtige Marketingmaßnahme, aber es ist Suchmaschinenoptimierung. Das Wichtigste ist es gefunden zu werden, wenn der Outdoorfan nach uns sucht. Ich frage meine Kunden immer wieder nach Feedback und bekomme oft zu lesen „Ich bin sehr froh, das gefunden zu haben“ oder „Wieso findet man euch jetzt erst in der Suchmaschine?“.

Ihr liebstes Social Media Tool?
Ich liebe Twitter dafür, dass es den Leuten kurze prägnante Aussagen abringt und dort auf unserem Kanal @enziano_team sehr viel Interaktionen stattfinden. Aber auch Facebook und Google+ sind Tools, die ich sehr gerne nutze und weitere wie Pinterest und Instagram werden bald folgen!

Welche Frage sollte sich eine Unternehmerin oder ein Unternehmer mindestens einmal stellen?
Oh da gibt es so viele Fragen, die man sich immer mal wieder stellen sollte. Ich denke fast die wichtigste Frage ist: „Habe ich noch einen reflektieren Blick von außen auf mein Unternehmen oder auf das was ich aktuell tue?“ Ich bin der Meinung, dass man diese Fähigkeit, einfach mal einen Perspektivenwechsel zu machen nie verlieren darf. Sonst könnte man sich irgendwo verrennen, einen entscheidenden Wechsel oder Fortschritt verpassen…

Wann und wo trinken Sie Ihren Espresso am liebsten?
Latte Macchiato! Und den am liebsten in einem gemütlichen Café mit Freunden oder alleine, die Welt um mich herum beobachtend, wie sie weiterwuselt, während meine für einen Moment still steht 😉

Vielen Dank für das Gespräch, Stephanie Zankl!

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