Anja Förster ist Bestseller-Autorin, gefragte Vortrags-Rednerin und Business-Querdenkerin aus Leidenschaft. Im Jahr 2002 gründete sie zusammen mit ihrem Mann Peter Kreuz die Förster & Kreuz GmbH. Wenn ich die Bücher wie zuletzt „Hört auf zu arbeiten!“ und die Blogbeiträge der beiden lese, möchte ich regelmäßig „Ja, genau!“ ausrufen. Ich wünschte, es würde mehr Unternehmen in Deutschland so gehen, dann sähe unsere Wirtschaft anders aus!

Mit welchen drei Worten würden Sie sich beschreiben?
Entscheidungsfreudig, neugierig, quirlig

Was begeistert Sie am allermeisten an Ihrem Business?
Jedes neue Buch, jeder neue Vortrag, jeder neue Artikel oder Interview sind großartige Chancen, anderen etwas mitzuteilen und sie an der speziellen Entdeckungsreise teilhaben zu lassen, die ich unternommen habe.

Wer oder was inspiriert Sie?
Menschen, die intelligent Regeln brechen und sich dabei treu bleiben. Menschen wie die Architektin Zaha Hadid, die einmal gesagt hat: „Wenn ich mich je durch die internationale Meinung über meine Arbeit hätte beeinflussen lassen, hätte ich die Arbeit schon vor zwanzig Jahren hingeschmissen.“

Aus welchem Fehler haben Sie am meisten gelernt?
Aus schlechten Erfahrungen und Fehlern lerne ich automatisch. Viel herausfordernder ist es, aus den guten Erfahrungen zu lernen. Das passiert leider nur, wenn ich über sie nachdenke.

Wer sind Ihre Wunschkunden?
Wir arbeiten ausschließlich mit Organisationen, die offen sind für Veränderung, Kreativität und Partizipation. Die nicht wollen, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind. Diese Kunden engagieren uns, weil sie nach neuen Ideen suchen und weil sie Heterogenität, Widerspruch und Konflikt nicht als Missstand, sondern als nutzbares Potenzial ansehen.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Als Firma klein und effizient zu bleiben und richtig gute Arbeit abzuliefern. Ich bin kein Freund der „Mehr-Ist-Besser-Philosophie“. Mehr Mitarbeiter, mehr Produkte, mehr Marktanteil, also in jedem Fall wachsen, wachsen, wachsen. Große Gruppen produzieren Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse. Niemand fühlt sich mehr verantwortlich. Wir sind finanziell unabhängig und können Entscheidungen nach Qualität fällen und Kunden, die nicht zu uns passen, ablehnen. Diese Freiheit ist Erfolg.

Welche Marketingmaßnahme kam oder kommt am besten an?
Maßnahmen, die authentisch sind wie z.B. unsere Aktion für unser Buch „Hört auf zu arbeiten“. Einer ausgewählten Gruppe von Lesern, die unser neues Buch schon vor dem offiziellen Verkaufsstart lesen und in ihrem Umfeld darüber sprechen wollten,  haben wir ein Rezensionsexemplar gesendet – drei Wochen bevor es in den Buchhandel kam. Im Gegenzug haben diese Leser an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ eine Spende überwiesen. Die Nachfrage war so überwältigend, dass innerhalb von nur 10 Stunden über 6.000 Euro an Spenden zusammengekommen sind.

Ihr liebstes Social Media Tool?
Facebook

Welche Frage sollte sich eine Unternehmerin oder ein Unternehmer mindestens einmal stellen?
Lerne ich so schnell, wie die Welt sich da draußen verändert?

Wann und wo trinken Sie Ihren Espresso am liebsten?
Am liebsten in unserem Haus in Frankreich, wenn ich auf der Terrasse sitze und zuschaue, wie sich die Sonne glitzernd im See spiegelt.

Vielen Dank für das Gespräch, Anja Förster!

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