Gestern war mal wieder richtig was los beim Social Web Breakfast in München. Annabelle Atchison (MrsAtoZ auf Twitter ), Social Media Manager bei Microsoft Deutschland, hat aus dem Nähkästchen geplaudert über die Social Media Strategie von Microsoft, über Monitoring, über Guidelines, alles in einem sympathischen Denglisch.

Klar ist, dass sich die Strukturen und Möglichkeiten des Computerriesen nicht  1:1 auf den kleineren Mittelstand übertragen lassen. Dennoch gibt es drei Aspekte, die auch kleine Unternehmen von Microsoft und Annabelle Atchison lernen können:

  1. Annabelle Atchison ist auffallend jung. Mancher Kollege raunte schon, wie sie denn den HR- und Marketingverantwortlichen sagen könne, wo es in der digitalen Kommunikation lang gehe?! Das interessante ist, sie versucht es gar nicht. Sie arbeitet nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sie überzeugt mit Enthusiasmus, Offenheit und Dialogbereitschaft. Sie steht knietief im Web und weiß aus eigener Erfahrung um die Fallstricke der digitalen Kommunikation. Und sie war von Anfang an dabei als Microsoft seine Social Media Strategie aufgebaut hat. Ihre Begeisterung steckt an. Eine sehr wichtige Voraussetzung, um erfolgreich im Social Web mitreden zu wollen.
  2. Vor drei Jahren hat Annabelle Atchinson als Volontärin angefangen, inhouse Strukturen zu schaffen. Bis dahin haben die Mitarbeiter relativ unabhängig voneinander im Social Web agiert.  Es ist ein guter erster Schritt zu wissen, welche Mitarbeiter oder auch Kunden und Geschäftspartner bereits Accounts bei Twitter, Facebook & Co. haben und worüber sie schreiben. Diese Strukturen machen es ihr heute als Social Media Managerin möglich, gezielt Menschen und Themen einzubinden oder mit Leitlinien, Best Practice Beispielen zu unterstützen.
  3. Ein dritter wichtiger Aspekt ist das Monitoring. Microsoft arbeitet hier mit einer Lösung der Business Intelligence Group – komplex, aber mit einer simplen Philosophie dahinter: Für Annabelle Atchinson geht es darum, das „Ohr on the floor“ zu haben, was so viel bedeutet wie: Zuhören. Analysieren. Reagieren. Das passiert auch ohne Software direkt über Listen bei Facebook und Twitter. Dieser Ansatz mag auch dazu führen, dass es bisher keine Shitstorms gab.

Eine rundum gelungene Veranstaltung mit einer sympathischen Referentin. Schön war auch, dass ich mich endlich mit einigen Menschen, die ich bislang nur via Twitter oder Facebook kannte, persönlich bei einem Espresso austauschen konnte. Die schönsten Dinge passieren eben immer noch analog.

Bild: Social Web Breakfast

 

 

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